atw-Frage der Woche

Durchschnittliche Auslastung der konventionellen Kraftwerkskapazität in Deutschland

Wie weit sinkt die durchschnittliche Auslastung der konventionellen Kraftwerkskapazität in Deutschland zwischen 2017 und 2030 durch den geplanten Ausbau der erneuerbaren Energien?


von 59 Prozent auf 21 Prozent

von 59 Prozent auf 31 Prozent

von 59 Prozent auf 41 Prozent

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Für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit sind in Deutschland im Jahr 2017 85 GW konventionelle Kraftwerkskapazität erforderlich gewesen, mit denen 437 Milliarden kWh Strom erzeugt wurden, das heißt die Kapazität wurde mit dem Verkauf dieses Stroms finanziert. Die durchschnittliche jährliche Auslastung lag dabei über alle Kraftwerkstypen hinweg bei 59 Prozent. Unter der Annahme einer gleichbleibenden Stromerzeugung insgesamt wird diese Auslastung bis 2030 durch den Ausbau der erneuerbaren Energien auf 31 Prozent absinken. Da der Ausbau der erneuerbaren Energien durch die schwankungsanfälligen Energieträger Wind und Sonne erfolgen wird, die zur gesicherten Leistung (fast) nichts beitragen können, müsste die auch 2030 erforderliche konventionelle Kraftwerkskapazität von 85 GW unter gleichbleibenden Marktbedingungen durch den Verkauf von nur noch 230 Milliarden kWh Strom finanziert werden.

[Quelle: atw 01/2019; Zur künftigen Rolle der thermischen Stromerzeugung und der Speicherung von Elektrizität in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union; Hans-Wilhelm Schiffer]

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